Aktuell gibt es in Deutschland fast 3 Millionen Studierende. Etwa die Hälfte davon geht während des Semesters einem Nebenjob nach, um Geld zu verdienen. In den Semesterferien gehen sogar fast 70 Prozent einer Beschäftigung nach, um einerseits die Studiengebühren und / oder die Miete bezahlen und sich andererseits in ihrer Freizeit etwas leisten zu können. Diese enorm hohe Bereitschaft zu arbeiten bringt speziell für Unternehmen einen entscheidenden Vorteil mit sich: Hochschulen und Universitäten bergen großes Potenzial, um beispielsweise Praktika oder Werkstudentenjobs zu offerieren und auf diese Weise geeignete Studierende zu finden.

Warum Studentenjobs so beliebt sind

Zu Beginn des Studiums wird ein Großteil der Studierenden finanziell noch von ihren Eltern unterstützt, um die Gebühren für den Studiengang und die Miete bezahlen zu können. Doch die finanzielle Unterstützung nimmt im Laufe der Semester in der Regel ab, sodass sich Studierende eine Alternative suchen müssen, um ihren Lebensunterhalt dennoch bestreiten zu können. Und auch die staatliche Förderung, beispielsweise durch das BAföG, schafft nicht immer die gewünschte Abhilfe: zum einen gelten strenge Richtlinien und Voraussetzungen, bevor ein Student BAföG-berechtigt ist. Zum anderen reicht auch die staatliche Förderung oftmals nicht aus, um die Kosten für das Studium, die Wohnung und den Lebensunterhalt zu decken. Je nach Studiengang haben Studierende jedoch mehr oder weniger Zeit, in der sie, neben der Vorbereitung auf Klausuren, arbeiten gehen können – und wollen.

Zudem bilden Studierende eine der attraktivsten Zielgruppen für Werbetreibende, da sie als besonders konsumfreudig gelten. Sie sind offen für neue Produkte, die sie testen und über die sie anschließend innerhalb der Familie sowie im Bekannten- und Freundeskreis ihre Erfahrungen mitteilen. Das Netzwerk der Studierenden ist in der Regel breit aufgestellt, sodass sich Empfehlungen und Erfahrungen innerhalb des Netzwerkes schnell verbreiten. Um sich jedoch Konsumgütern während des Studiums leisten zu können, suchen sich Studenten oftmals einen Nebenjob, den sie entweder während des Semesters oder aber innerhalb der Semesterferien ausüben.

Welche Jobs Studenten am meisten liegen

Studenten sind meist sehr aufgeschlossen und kommunikativ. Daher liegen ihnen vor allem Jobs, bei denen sie im Kontakt mit Menschen sind. Neben Kellnerjobs sind vor allem Tätigkeiten als Interviewer, Promoter, Stadtführer und Nachhilfelehrer besonders beliebt bei Studierenden. Darüber hinaus findet man Studenten häufig im Einzelhandel, bei Kurier- und Paketdienstleistern und bei Event-Agenturen. Wer einen Nebenjob zu vergeben hat, findet also in der Zielgruppe der Studierenden eine schnell verfügbare, motivierte und zuverlässige Arbeitskraft.

Was macht eigentlich ein Werkstudent?

Als Werkstudent bezeichnet man einen Studierenden, der zum einen als Student immatrikuliert ist, zum anderen jedoch nebenbei in einem Unternehmen jobbt. Die wöchentliche Arbeitszeit ist nicht begrenzt. Allerdings hat eine wöchentliche Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden unmittelbare Auswirkungen auf die Sozialversicherung. Bei einer dauerhaften Tätigkeit, die über 20 Stunden pro Woche hinausgeht, gilt der Versicherte bei der Sozialversicherung nicht mehr als Student und muss demnach eigene Beiträge leisten. Einzige Ausnahme sind Werkstudenten, die während eines Jahres maximal 26 Wochen über die 20 Wochenarbeitsstunden hinauskommen. Für Unternehmen, die über Monate hinweg Unterstützung von gut ausgebildeten und motivierten Nebenjobbern brauchen, eignen sich daher Werkstudenten ideal.

Wie man als Unternehmen Werkstudenten findet

Studierende spricht man am besten dort an, wo sie sich täglich aufhalten: auf dem Campus ihrer Universität oder ihrer Hochschule. Mit einer auffälligen und ansprechenden Werbung erweckt man schnell das Interesse derjenigen, die auf der Suche nach einem Job neben ihrem Studium sind. Darüber hinaus dienen perfekt platzierte Poster in den Mensen oder Wartebereichen der Fachräume als Eyecatcher, um die Aufmerksamkeit der Studenten zu erregen. Wer sein Unternehmen gekonnt in Szene setzt, bringt sich damit schnell ins Gespräch. Eine weitere Möglichkeit, um Studenten für einen Nebenjob in seinem Unternehmen zu gewinnen, ist eine Stellenausschreibung auf den Webseiten der Universitäten und Hochschulen sowie in den einzelnen Netzwerken der Studenten. Mit der richtigen Werbestrategie kann man in Werkstudenten zuverlässige und ambitionierte Arbeitskräfte finden, deren Anstellung von wenigen Wochen über mehrere Monate bis hin zu einigen Jahren dauern kann.

Mit gezielter Werbung an Universitäten nach Studenten suchen

Auf diversen Online-Portalen bieten Unternehmen aus verschiedenen Branchen zahlreiche vakante Studentenjobs an. Die Auswahl für Studierende ist demnach groß. Um dennoch arbeitswillige Studenten für das eigene Unternehmen zu finden, empfiehlt es sich, zielgerichtete Werbebotschaften zu platzieren. Mit Elementen des so genannten Hochschulmarketings wecken Sie das Interesse Ihrer potenziellen neuen Mitarbeiter und fangen die studentischen Arbeitskräfte ab, bevor sie eigene Suchen im Internet starten. Als Werbeträger dienen hierzu beispielsweise klassische Werbemittel wie Flyer, Banner und Poster, die dort ausliegen oder hängen, wo sich die Studierenden oft aufhalten: in der Nähe der Mensa oder der Fachbereiche. Eine weitere effektive Art der Werbung bieten hochwertige, beleuchtete Rahmen, die die Werbebotschaft erfolgversprechend, aber nicht aufdringlich preisgeben.
Alternativ können weitere, beispielsweise interaktive Recruiting-Maßnahmen auf dem Campus dazu führen, passende Bewerber für die freien Studentenjobs zu finden.

Welche Vorteile haben Unternehmen von studentischen Arbeitskräften?

Unternehmen, die Studenten beschäftigen, profitieren von Steuervergünstigungen, beispielsweise hinsichtlich der Beiträge für die Sozialversicherung. Neben dem finanziellen Aspekt punkten studentische Arbeitskräfte jedoch auch oftmals mit ihrer Aufgeschlossenheit, ihrer kommunikativen Art, ihrer Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und ihrer Entschlossenheit. Sie wissen, dass sie auf ihre Vergütung angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Dadurch gelten sie als besonders zuverlässig und gewissenhaft. Sie sind es gewohnt, Neues zu lernen, sind in der Regel pünktlich und passen sich den Gepflogenheiten des Unternehmens schnell an. Doch nicht nur das Unternehmen profitiert von studentischen Arbeitskräften: Auch der Student selbst erhält dank des Studentenjobs die Möglichkeit, in den Alltag eines Unternehmens hineinzuschnuppern. So kann er sich ein Bild von der Tätigkeit wie auch vom Unternehmen machen. Besonders Werkstudenten haben durch die meist langfristige Beschäftigung die Chance, in das Arbeitsleben einzutreten und sich einen Überblick über die verschiedenen Berufsbilder zu machen. Vor allem, wenn die Tätigkeit des Werkstudenten zu seinem Studiengang passt, kann dieser erste Erfahrung für sein späteres Berufsleben sammeln.

Studentenjobs als Teil des Personalmarketings

Das so genannte Personalmarketing zielt darauf ab, passende Bewerber für vakante Stellen in einem Unternehmen mit Hilfe von zielgerichteten Marketingmaßnahmen zu finden. Unternehmen, die selbst auf die Suche nach geeigneten Studenten gehen, haben den Vorteil, dass diese gegebenenfalls nach ihrem Studium in Vollzeit bei dem Unternehmen einsteigen, da sie sowohl die Kollegen, ihren Arbeitsplatz als auch ihre Tätigkeiten schon kennen.